Auf der Suche nach dem immer wieder verschwindendem großem Vielleicht.
"   Years of love have been forgot
In the hatred of a minute   "
Edgar Allan Poe, “To” (via feellng)

was mich in dieser Beziehung gefangen hält, ist die Tatsache, dass ich nicht fähig bin, die Liebe abzulehnen, die mir gegeben wird, weil Liebe eigentlich alles ist, was ich je wollte und in der Form nie hatte. Wie also kann ich das einfach nicht akzeptieren? Wie kann ich das jetzt gehen lassen, wenn vielleicht keiner mehr kommt, der mich soliebt?

die nacht der traurigkeit war gestern

gestern, da gab es diese eine nacht. da entglitt mir die jahrelang gesammelte traurigkeit von dir. und ich weiß immer noch nicht wie es mir möglich war, dich so schnell einzutauschen. dabei war es kein tausch. manchmal denke ich mir, ich hätte dich nie lieben sollen, aber du warst thema meiner gedanken. viel zu oft. der ursprung meines gedankenguts. du warst die präsenz meines augenblicks. aber du hast ihn nie präsent gemacht. im rückblick war er immer viel schöner, weil er vorbei war. ich kenne jetzt einen menschen, der meine momente präsent macht. präsenter als sie je gewesen sind. selbst im rückblick sverlieren sie ihre präsenz nicht. irgendwie gewinnen sie an etwas unendlichkeit. 

du, du hast mein leben immer vergangen gemacht. du, du hast mich immer auf die zukunft gelenkt. mich hoffen lassen, dass sie irgendwann besser als dieser moment sein wird. und es wurde immer mehr zur vergangenheit. ich wollte immer ein präsentes leben mit dir. das habe ich nie bekommen und wenn man einen tiefen wunsch hat und er nicht in erfüllung gehen will, sich immer weiter vom wunsch - sein entfernt, dann wird er auch immer oberflächlicher. bis er irgendwann so weit oben ist, dass er dir einfach wegfliegen kann. 

ich finde trennungen gut. und ich finde es gut, wenn man nicht jede trennung bereut. denn manchmal muss man sich von etwas trennen, weil es deiner seele nicht mehr gut getan hat. 

"   If you want to learn what someone fears losing, watch what they photograph.   "
Unknown (via ohteenscanrelate)
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"  

Wer keine Zukunft hat, redet von seiner Vergangenheit.

  "
(via xrealstory)
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zurueck-lassen:

mitten in der Nacht
bin ich aufgewacht
nachdem wir auf einer Bank
eng umschlungen
eingeschlafen waren

ich versuchte zu verdrängen
dass die Art
wie er seine Arme beim Einschlafen
um mich gelegt hatte
sich so sehr nach dir anfühlte

bis er plötzlich meinte
dass seine Arme weh tun
obwohl es eigentlich
gar keinen richtigen Grund
dafür gab

und ich biss mir die Lippe blutig
weil ich mich fragte
ob er sich möglicherweise
an deinen Spuren auf meiner Haut
verbrannt hatte

"   Ich wünschte, ich hätte dich früher kennengelernt. Ich wünschte, wir hätten soviel mehr Vergangenheit zusammen. Soviel mehr Zeit zusammen verbracht.   "

(via innerer-norden)

Das ist es.

(via un-ver-stan-den)

er soll lieber anders denken

Juli 2014

Tag 20#

17 Uhr 28

Eigentlich bestand mein Leben immer nur aus dieser einen bestimmten Frage. Und zwar war es die Frage, wo eigentlich mein wahres Zuhause liegt.

Im Moment sitzt mein Körper in seiner Küche, aber meine Seele fühlt sich ganz weit weg an. Ich weiß nicht, wo sie sich befindet. Vielleicht ist sie irgendwo anders auf dieser Welt. Vielleicht macht sie sich auch nur unsichtbar. Die Sache ist die, dass ich mich hier ziemlich wohl fühle. Ich habe keine große Ahnung wieso, aber eine kleine. In den letzten Tagen bin ich ziemlich still und wie ich wissen sollte, mag ich es nicht still zu sein, aber ich denke viel nach, ohne wirklich nachzudenken und das macht mich ganz einfach nur wahnsinnig, weil man Unterbewusstsein einfach Dinge will, von denen ich nichts weiß. Ich kann es überhaupt nicht kontrollieren, was ich im Moment mache.

Schön wäre es, würde ich mein Unterbewusstsein kontrollieren können, aber ich finde, dass das alles weniger schön machen würde. Wenn wir Menschen für alles auf dieser Welt eine Erklärung hätten, dann wäre der Sinn irgendwie weniger Sinn. Menschen haben zu gut gelernt ihre Gefühle zu vergessen und mit dem Unterbewusstsein, das sie besitzen, bleiben sie wenigstens etwas mehr Mensch, als der Unmensch zu dem sie sich langsam bilden. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich gar nicht mehr versuchen werde meine Gefühle zu unterdrücken oder kontrollieren.

Wären wir wirklich glücklich hätten wir keine Gefühle mehr? Ist das unser wesentlicher Unterschied zu allem anderen auf dieser Welt? Das frage ich mich manchmal. Einfach, wenn ich Menschen, die ich vorher geliebt habe, anfange mit anderen Augen zu sehen. Wäre ohne Gefühle nicht jede Person für mich eine Neutralität?

Meine Gefühle sind manchmal so laut, ich kann meinen Mund kaum verstehen. Was sie im Moment auch immer wollen, ich höre auf ihnen im Weg zu stehen.

Und manchmal geht es gar nicht darum, was die Zeit bringt. Manchmal geht es einfach darum, was der Mensch dir mitbringt. Man muss nicht immer auf die Zeit warten. Für mich ist Zeit einfach keine Grundlage mehr. Ich richte mich ja nicht mal nach ihr. Würde ich das tun, dann wäre ich vielleicht pünktlich. Man versucht sich vergeblich gegen die Zeit zu wehren, aber man kann leider nichts daran ändern, dass wir alle tickende Bomben sind mit einem Ablaufdatum. Die Zeit holt dich nicht irgendwann ein, sie läuft immer mit dir. Man muss ab und an an der Zeit vorbei sehen können. Wir ticken nicht wie eine Uhr, eher sind wir ein Windspiel in einer windlosen Gegend.

Und es gibt Momente, da gibt dir dein Körper Signale. Signale, dass es falsch ist. Es gibt keine Signale für die richtigen Dinge, denn die erkennt man selbst, denke ich mir. Noch fällt mir ein, dass wir alle so verdammt unterschiedlich sind. Hier zu sein, ist für mich eine kleine Sache, aber wenn ich daran denke, dass es mich glücklich macht, ist die Sache schon ziemlich groß.

Und warum können wir nie ein Ende für uns selbst definieren, aber über das Ende von Anderen sind wir uns überaus bewusst. Man weiß, das sollte ich beenden, es ist das Ende, dabei fühlt es sich einfach nicht wie ein Ende an. Fühlt man Ende oder nicht oder reden wir uns selbst ein, dass es nicht das Ende selbst ist.

Meine Gedanken springen gerade viel zu sehr hin und her und wollen keine Beständigkeit beweisen. Ich finde es unglaublich einen Menschen zu kennen, für den nicht alles gleich besonders oder überragend ist. Für diesen Menschen bin ich genauso Mensch wie er. Das bin ich auch und ich kann keine Erklärung aus meiner Schädeldecke herausziehen. Das ist alles ziemlich komisch, was ich hier schreibe, aber irgendwo ist es auch selbstverständlich okay.

Wahrscheinlich ist er so ein Mensch, ist meine Erklärung. Er ist weltoffen und lebt mit seinen vielen Gedanken und ist ein Mensch für Gefühle. Er kann ein Gefühl für jemanden sein, das kann er wirklich. Er nimmt jeden gleich so auf in sein Leben. Er nähert sich jedem so. Ich brauche mich nicht wie eine Ausnahme fühlen. Das könnte ich gar nicht. Ich würde mich bestimmt gerne ab und an wie eine Ausnahme fühlen, aber das finde ich falsch. Ich will mir einfach nicht mehr dabei denken, als es das ist. Was mich hier hält, ist die Freiheit. Klar, ich bin jeden Tag hier, aber ich fühle mich frei. Ich werde nicht beengt und das ist gut so. Ich fühle mich so als könnte ich jeden Tag, jede freie Minute hier verbringen und es wäre trotzdem okay, denn ich würde mich immer noch wie Zuhause fühlen. Ich habe einfach das seltsame Gefühl, auch wenn es verdammt naiv ist das zu sagen, weil ich ihn doch gar nicht kenne. Ich kenne ihn weniger als mehr und trotzdem will ich nicht mehr woanders sein im Moment. Es ist einfach, dass ich gerne einen Platz in meinem Leben für ihn habe. Auch wenn ich das niemals vor ihm zugeben würde, dass ich ihn gern habe. Er soll lieber anders denken.

"   Ich habe mir selbst nie vergeben.   "
(via keinekraftzumleben)
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"   I’m not the girl your mother warns you about. I won’t kiss your best friend or break your heart. I won’t make you choose between what you love to do & me. I’m not cold. I’m not reckless. I will love you more than anything. I will kiss you when you cry. I will stand by your side until you decide otherwise.   "
(via herzmasochismus)
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